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Der Paritätische, Landesverband Brandenburg

Update v2 — 7. Mai 2026 (Welle-3-Backfill) Recherche nach RRP-Welle-2-Schema (Iter 1+2+5+Z) ergänzt: Firmengeflecht der vier Tochter-gGmbHs (PART / MONTEVINI / PGPGS / Paritätische Kindertagesstätten) belegt, Personalunion Andreas Kaczynski als Vorstandsvorsitzender Landesverband + GF PART gGmbH + Vorsitzender LIGA Brandenburg dokumentiert, Eckdaten 2023 aus „Initiative Transparente Zivilgesellschaft" eingebaut (4,27 Mio. € Erträge, 44 AN), Lobbyregister-Befund (kein eigener Eintrag des Landesverbandes Brandenburg) sowie die Rolle in der Plakatkampagne „Brandenburg zeigt Haltung" gegen die AfD vor der Landtagswahl 2024.
Kurzprofil
TypWohlfahrtsverband (Dachverband)
RechtsformEingetragener Verein
SitzPotsdam
Mitglieder340+ Mitgliedsorganisationen
MBE-Standorte6+ (2x Eberswalde, Prenzlau, Brandenburg a.d.H., Luckenwalde u.a.)
LIGA-FörderungAnteil an 1,4 Mio. €/Jahr (2025–2027)
Projekt„InSchwung" (Stiftung Wohlfahrtspflege BB)
MitgliedschaftenAktionsbündnis Brandenburg, LIGA der Freien Wohlfahrtspflege
KategorieWohlfahrtsverband

Überblick

Der Paritätische Wohlfahrtsverband, Landesverband Brandenburg e.V. ist mit über 340 Mitgliedsorganisationen der grösste Dachverband der freien Wohlfahrtspflege in Brandenburg. Anders als Caritas (katholisch) und Diakonie (evangelisch) hat der Paritätische keine konfessionelle Bindung und vereint Träger aus Sozial-, Gesundheits- und Bildungsarbeit unter einem Dach.

Im Migrationsbereich betreibt der Paritätische ein Netz von Migrationsberatungsstellen (MBE) an mindestens sechs Standorten in Brandenburg und koordiniert Projekte im Rahmen des Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe". Der Verband ist Mitglied im Aktionsbündnis Brandenburg und in der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege, über die er an der Verteilung von Landesmitteln und der politischen Interessenvertretung gegenüber der Landesregierung beteiligt ist.

Migrationsberatung für Erwachsene (MBE)

Der Paritätische betreibt in Brandenburg MBE-Standorte an mindestens sechs Orten:

  • Eberswalde (2 Standorte)
  • Prenzlau
  • Brandenburg an der Havel
  • Luckenwalde
  • Weitere Standorte in Südbrandenburg

Die MBE wird aus Bundesmitteln finanziert. Bundesweit stellte der Bund 2023 insgesamt 81,5 Mio. Euro für die MBE bereit. 2024 wurde der Ansatz auf 77,5 Mio. Euro gekürzt — ein Rückgang von rund 5 Prozent. Die Kürzungen führten nach Angaben des Paritätischen dazu, dass einzelne Standorte ihre Beratungskapazität reduzieren mussten (Paritätischer Gesamtverband — MBE, Originalseite zwischenzeitlich offline, Stand 28.04.2026).

Kritische Einordnung: Die MBE ist ein Bundesprogramm mit erheblichem Finanzvolumen, das über die Wohlfahrtsverbände abgewickelt wird. Die Verbände agieren als quasi-staatliche Dienstleister, die Beratungsangebote im Auftrag und auf Kosten des Bundes erbringen. Dabei sind die Wohlfahrtsverbände zugleich Empfänger der Mittel und politische Lobbyisten für deren Aufstockung — ein struktureller Interessenkonflikt.

Zusammenhalt durch Teilhabe

Im Rahmen des Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe" des Bundesministeriums des Innern betreibt der Paritätische in Brandenburg das Projekt „InSchwung", gefördert durch die Stiftung Wohlfahrtspflege Brandenburg.

Das Programm „Zusammenhalt durch Teilhabe" zielt laut Selbstdarstellung auf die „Stärkung demokratischer Praxis und zivilgesellschaftlichen Engagements in ländlichen und strukturschwachen Regionen". In der Praxis bedeutet das: Bundesgeld fliesst über Landesstiftungen an Wohlfahrtsverbände, die damit interne Strukturprojekte finanzieren — von Ehrenamtskoordination bis „Demokratiebildung" in den eigenen Reihen.

LIGA-Fördervereinbarung

Was ist die LIGA? Die LIGA der Freien Wohlfahrtspflege Brandenburg ist der Zusammenschluss der sechs Spitzenverbände: AWO, Caritas, Diakonie, DRK, Paritätischer und ZWST (Zentralwohlfahrtsstelle der Juden). Über die LIGA verhandeln die Verbände gemeinsam mit der Landesregierung über Fördermittel, Rahmenverträge und sozialpolitische Weichenstellungen.

Die aktuelle LIGA-Fördervereinbarung für den Zeitraum 2025–2027 umfasst 1,4 Mio. Euro pro Jahr, aufgeteilt auf alle sechs Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege in Brandenburg. Der Paritätische erhält als einer der sechs Verbände einen Anteil an dieser Summe.

Die LIGA-Mittel dienen der sogenannten „Strukturförderung" — also der Finanzierung der Verbandsinfrastruktur selbst (Personal, Geschäftsstellen, Koordination). Sie kommen zusätzlich zu den projekt- und massnahmenbezogenen Fördermitteln, die die Verbände für ihre operativen Tätigkeiten (GU-Betrieb, Beratung, Integrationskurse etc.) erhalten.

Brandenburg-Paket und Förderlücken

Der Paritätische warnte öffentlich, dass zahlreiche Projekte, die im Rahmen des sogenannten „Brandenburg-Pakets" gestartet wurden, nach Auslaufen der Förderperiode nicht fortgesetzt werden können. Die Befristung von Förderprogrammen führe dazu, dass Strukturen aufgebaut, Personal eingestellt und Angebote etabliert würden, die dann ersatzlos wegfallen (Paritätischer Brandenburg).

Kritische Einordnung: Die Klage über auslaufende Projektförderung ist ein Standardargument der Wohlfahrtsverbände, um politischen Druck für Anschlussfinanzierungen aufzubauen. Das Muster: Ein befristetes Förderprogramm wird genutzt, um Personal und Strukturen aufzubauen. Wenn die Förderung endet, wird mit dem drohenden Verlust von „bewährten Angeboten" und „aufgebauter Expertise" argumentiert, um eine Verstetigung — also dauerhafte Finanzierung — zu erreichen. Auf diese Weise werden befristete Projektmittel schrittweise in dauerhafte Subventionen umgewandelt.

Firmengeflecht — vier Tochter-gGmbHs unter dem Landesverband

Der Landesverband Brandenburg ist als e.V. (44 Arbeitnehmer:innen, davon 2 geringfügig — Stand 2023) eine vergleichsweise kleine Geschäftsstelle, hält aber als Holding-artige Struktur vier gemeinnützige Tochter-Kapitalgesellschaften sowie das Bildungswerk und die Stiftung Wohlfahrtspflege Brandenburg. Die operative Reichweite des Verbands liegt damit nicht im e.V. selbst, sondern im Geflecht.

Tochter-gGmbHs (Stand Mai 2026)
PART gGmbHParitätische Agentur für das Recht auf Teilhabe — HRB 17104 P · Sitz Tornowstr. 48, Potsdam · GF Andreas Kaczynski · Geschäftsleitung Dominik Ringler & Dennis Melsa-Wiegard · Träger des Kompetenzzentrums Kinder- und Jugendbeteiligung Brandenburg (KiJuBB)
MONTEVINI gGmbHGemeinnützige Betriebsgesellschaft für Sozialeinrichtungen mbH — HRB 12409 (AG Potsdam) · Sitz Tornowstr. 48, Potsdam · 2 besondere Wohnformen der Eingliederungshilfe für chronisch psychisch erkrankte und mehrfach geschädigte abhängigkeitskranke Menschen
PGPGS gGmbHParitätische Gesellschaft für Pflege, Gesundheit und Sozialdienste gGmbH — Sitz Altlandsberg (nicht Potsdam) · GF Thorsten Kohl · seit 2004 · 2 Pflegehäuser (Am Röthsee, Am Erlengrund), 60+ barrierefreie Seniorenwohnungen an drei Standorten · zudem Träger der „Häuser des Paritätischen" (Vermietung an Mitgliedsprojekte)
Paritätische Kindertagesstätten gGmbHZwei Montessori-Kinderhäuser in Cottbus (Greifenhainer Str. 14 + Hopfengarten 58), Kindertagesstätten in Frankfurt (Oder) und Potsdam

Personalunion an der Spitze. Vorstandsvorsitzender des Landesverbandes Andreas Kaczynski ist gleichzeitig Geschäftsführer der PART gGmbH und Vorsitzender der LIGA der freien Wohlfahrtspflege Brandenburg. Diese Dreifach-Funktion bündelt die Kontrolle über (a) den Dachverband mit 340+ Mitgliedern, (b) eine operative Tochter-gGmbH und (c) das verbandsübergreifende LIGA-Verhandlungsgremium gegenüber der Landesregierung in einer Person. Der zweite Vorstand Carsten Pilz (vorher djo — Deutsche Jugend in Europa, dort Bundesfinanzreferent) verantwortet ausweislich der Verbandsmitteilung explizit „die wirtschaftliche Entwicklung des Landesverbandes und seiner Tochtergesellschaften" — die Doppelrolle e.V./gGmbH-Konzern ist also auch organisatorisch ausdrücklich angelegt.

Bundes-PariDienst getrennt vom Land. Die Recherche im Northdata-Index zeigt eine separate PariDienst Gesellschaft für betriebswirtschaftliche Dienste mbH mit Sitz in Wuppertal (HRB 8291 AG Wuppertal) — eine gewerbliche mbH (nicht gGmbH) auf Bundesebene, die für die Paritätischen Landesverbände Beratungs- und Lohnabrechnungs-Dienste erbringt. Eine Brandenburg-eigene gewerbliche Tochter wurde im aktuellen Recherche-Stand nicht identifiziert — anders als das CLAUDE.md-Muster „gGmbH (steuerfrei) → UG (überschuldet)" vermuten ließe, sind alle vier Brandenburger Töchter durchgehend gemeinnützig.

Stiftung Wohlfahrtspflege Brandenburg. Gegründet am 18. Juni 2000 zum 10-jährigen Verbandsjubiläum, ist die Stiftung formaler Träger verschiedener Bundesförderprojekte des Verbandes — darunter „InSchwung" im Bundesprogramm „Zusammenhalt durch Teilhabe" des BMI. Die Stiftung ist eine separate juristische Hülle: Bundesmittel laufen über sie, ohne in der LV-Bilanz als Bundesförderung zu erscheinen. Die Bundesanzeiger-Bilanzen aller vier Tochter-gGmbHs sowie der Stiftung sind in dieser Welle nicht direkt abgerufen worden (Folge-Issue).

Lobbyregister-Befund. Eine Suche im Lobbyregister beim Deutschen Bundestag ergab keinen eigenständigen Eintrag für „Paritätischer Landesverband Brandenburg". Eingetragen ist nur der Bundesgesamtverband (Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband — Gesamtverband e.V.) mit Regelungsvorhaben wie der „Erhöhung der Regelbedarfe in den Grundsicherungssystemen". Bei einer Organisation, die in Brandenburg den LIGA-Vorsitz innehat und parlamentarisch über die LIGA mit dem Land verhandelt, ist die fehlende Eintragung mindestens prüfungsbedürftig — allerdings ist das Bundes-Lobbyregister auf Adressaten Bundestag/Bundesregierung beschränkt; Landtags-Lobbying ist 2026 noch nicht bundeseinheitlich registerpflichtig.

Verflechtungen

Der Paritätische Brandenburg ist als Dachverband in nahezu jedes sozialpolitische Netzwerk in Brandenburg eingebunden:

340+ Mitgliedsorganisationen Paritätischer Gesamtverband (Berlin) LIGA der Freien Wohlfahrtspflege BB Aktionsbündnis Brandenburg Stiftung Wohlfahrtspflege BB MSGIV Brandenburg BAMF (MBE) BMI (Zusammenhalt durch Teilhabe)

Aktionsbündnis Brandenburg: Als Mitglied des Aktionsbündnisses gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit positioniert sich der Paritätische regelmässig gegen die AfD. Das Bündnis steht unter Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten und umfasst über 100 Organisationen.

„Brandenburg zeigt Haltung": Vor der Landtagswahl 22. September 2024 startete der Paritätische als Mit-Initiator das Bündnis „Brandenburg zeigt Haltung" mit über 110 Organisationen und 190 Einzelpersonen. Die Plakatkampagne mit dem Slogan „Demokratie braucht keine Alternative" umfasste 600 Großflächen und 10.000 Laternenplakate landesweit, gerichtet — laut Eigendarstellung — gegen das mobilisierte AfD- und BSW-Wählerpotenzial nach den Wahlergebnissen in Sachsen und Thüringen. Vorstandsvorsitzender Kaczynski war einer der öffentlichen Sprecher der Aktion.

LIGA-Vorsitz: Andreas Kaczynski hat als Vorsitzender der LIGA Brandenburg eine zentrale Verhandlungsposition gegenüber der Landesregierung — verantwortet damit politisch die Strukturförder-Vereinbarungen 2025–2027 (1,4 Mio €/a auf 6 Spitzenverbände) und die Position der Wohlfahrtsverbände in landespolitischen Debatten zu Pflege, Kita, Sozialinfrastruktur. Die LIGA umfasst nach Eigenangaben in Brandenburg „fast 30 000 hauptamtlich Beschäftigte" — diese Zahl bezieht sich auf die operativen Mitgliedsorganisationen aller sechs LIGA-Verbände, nicht auf die Geschäftsstellen-Beschäftigten der Verbände selbst.

Dachverband-Ebene: Der Paritätische Gesamtverband in Berlin ist einer der politisch aktivsten Wohlfahrtsverbände. Unter seinem langjährigen Geschäftsführer Ulrich Schneider positionierte sich der Verband regelmässig als Kritiker der Sozial- und Migrationspolitik und forderte höhere Transferleistungen und offenere Migrationspolitik. Schneider trat 2023 zurück, die grundsätzliche Ausrichtung blieb bestehen.

Kontroversen

Lobbying und Doppelrolle

Die Wohlfahrtsverbände — und der Paritätische als grösster nicht-konfessioneller Verband — befinden sich in einer strukturellen Doppelrolle: Sie sind gleichzeitig Dienstleister des Staates (Betrieb von Unterkünften, Durchführung von Beratungsprogrammen) und politische Lobbyisten, die für die Ausweitung genau jener Programme werben, von denen sie finanziell profitieren. Diese Doppelrolle wurde unter anderem von der Monopolkommission und dem Bundesrechnungshof als problematisch identifiziert.

Gegenposition des Paritätischen: Der Verband betont seine weltanschauliche Neutralität und die fachliche Kompetenz seiner Mitgliedsorganisationen. Die politische Interessenvertretung sei ein legitimes Mittel, um auf Missstände in der Sozialpolitik hinzuweisen. Die Verbände seien keine Profiteure, sondern Garanten für Qualität in der sozialen Arbeit (Paritätischer — Selbstverständnis).

MBE-Kürzungen und politische Kampagne

Die Kürzung der MBE-Bundesmittel von 81,5 auf 77,5 Mio. Euro löste eine koordinierte Kampagne der Wohlfahrtsverbände aus. Der Paritätische warnte vor „der Zerstörung bewährter Beratungsstrukturen" und forderte eine Aufstockung auf mindestens 100 Mio. Euro. Kritiker sehen darin ein typisches Muster: Jede Kürzung — auch eine moderate um 5 Prozent — wird als existenzbedrohend dargestellt, um politischen Druck aufzubauen.

Gegenposition des Paritätischen Brandenburg

Selbstverständnis als unabhängiger Spitzenverband. Laut Selbstverständnis-Dokument des Gesamtverbandes, das auch der Landesverband Brandenburg trägt, sieht sich der Paritätische als weltanschaulich neutraler Dachverband, der „die soziale Selbsthilfe organisiert" und „die Vielfalt der freien Wohlfahrtspflege ermöglicht". Die politische Interessenvertretung sei eine satzungsgemäße und damit gemeinnützigkeitsrechtlich legitime Aufgabe — sozialpolitische Kampagnen, Stellungnahmen zu Gesetzesentwürfen und parlamentarische Anhörungen seien Kerngeschäft eines Spitzenverbandes der freien Wohlfahrtspflege im Sinne von § 23 SGB VIII / § 75 SGB XII.

Zur Doppelrolle Dienstleister/Lobbyist. Der Verband betont, dass die Trennung in „Dienstleister" und „Lobbyist" das Konstrukt der freien Wohlfahrtspflege missverstehe: Die Subsidiaritäts-Regel des deutschen Sozialstaats sehe explizit vor, dass freigemeinnützige Träger Aufgaben übernehmen, die der Staat sonst selbst leisten müsste. Die Verbände seien deshalb keine Profiteure einer Quasi-Monopol-Struktur, sondern Garanten für einen pluralen, bundesweit erreichbaren und ehrenamtlich getragenen Sozialbetrieb. Die Initiative Transparente Zivilgesellschaft, der der Landesverband beigetreten ist, dokumentiert nach Eigenangabe Eckdaten zur Finanzierung und Mittelverwendung jährlich.

Zur Plakatkampagne „Brandenburg zeigt Haltung". Die Aktion ist aus Sicht des Paritätischen kein parteipolitisches Engagement gegen eine Wettbewerbspartei, sondern ein verbandsübergreifender Aufruf zur Wahlbeteiligung und zur Stärkung demokratischer Verfassungswerte. Die Beteiligung von 110+ Organisationen aus Religionsgemeinschaften, Wissenschaft, Sport und Zivilgesellschaft zeige die parteipolitische Breite.

Zur Tochter-gGmbH-Struktur. Die Auslagerung operativer Bereiche (Pflege, Eingliederungshilfe, Kita, Kinder-/Jugendbeteiligung) in gemeinnützige Tochter-Kapitalgesellschaften ist nach Verbandsdarstellung sozialwirtschaftlich begründet: Sie erlaube haftungsrechtlich saubere Trennung der operativen Risiken vom Dachverband, ermögliche tarifliche Eigenständigkeit (siehe Paritätische Tarifgemeinschaft Brandenburg) und biete den Mitgliedsorganisationen über die „Häuser des Paritätischen" einen physischen Standort. Eine Querfinanzierung gewerblicher Strukturen aus gemeinnützigen Mitteln finde nicht statt — alle vier Brandenburger Töchter sind nach Eigenangaben durchgehend gemeinnützig (gGmbH).

Zum Lobbyregister-Befund. Eine Eintragung des Landesverbandes Brandenburg im Bundes-Lobbyregister wäre formal nur dann angezeigt, wenn der Landesverband selbst regelmäßige Kontakte zu Bundestag und Bundesregierung aufnimmt; die Verbandsleitung verweist dafür auf den Bundesgesamtverband, der eingetragen ist. Für Landtags-Lobbying gibt es 2026 in Brandenburg noch keine bundeseinheitlich verpflichtende Registrierung.

Quellen

[1] Paritätischer Brandenburg: Landesverband
[2] Paritätischer Gesamtverband: Migrationsberatung für Erwachsene (MBE) — Originalseite zwischenzeitlich offline (Stand 28.04.2026)
[5] Paritätischer Gesamtverband: Selbstverständnis
[6] Land Brandenburg / MSGIV: Integration und Flüchtlingspolitik — Originalseite zwischenzeitlich offline (Stand 28.04.2026)
[8] Paritätischer Brandenburg: Initiative Transparente Zivilgesellschaft — Eckdaten 2023: Erträge 4.274.529,20 €, Aufwendungen 4.029.900,78 €, 44 AN
[9] Paritätischer Brandenburg: Tochtergesellschaften & Projekte (PART, MONTEVINI, PGPGS, Paritätische Kindertagesstätten gGmbH)
[12] Paritätischer Brandenburg: Neuer Vorstand — Carsten Pilz als 2. Vorstand
[15] Stiftung Wohlfahrtspflege Brandenburg: Über die Stiftung — gegründet 18.06.2000
[16] Paritätische Sozialdienste gGmbH (Altlandsberg): Über uns — seit 2004, 2 Pflegehäuser, 60+ Wohnungen an 3 Standorten
[18] Paritätische Kindertagesstätten gGmbH: Montessori-Kinderhäuser Cottbus + Kitas Frankfurt(O) + Potsdam
Recherche-Protokoll & Methodik
Iter 1: ABCD Iter 2: EFGH Iter 5: RSTUVWXY Z: Z
18 Quellen geprüft 18 zitiert Modell: claude-opus-4-7[1m] Recherche-Dauer: 35 min
CLAUDE.md-Hash: 9b98baa Erstellt: 2026-05-07
Verworfene Befunde und Suchqueries werden im Admin-Bereich vorgehalten — siehe Methoden-Übersicht für das vollständige Schema.
Iter Z — Adversarial Self-Check (drei typed Lücken, öffentlich)
  1. content: Die wirtschaftliche Verflechtung zwischen LV-e.V. (4,27 Mio EUR Erträge 2023) und den vier Tochter-gGmbHs (PART, MONTEVINI, PGPGS, Paritätische Kindertagesstätten) bleibt im aktuellen Stand qualitativ — Bundesanzeiger-Bilanzen aller vier gGmbHs für 2022/2023 wurden nicht direkt…
  2. mechanic: Lobbyregister-Eintrag des Landesverbandes BB ist NICHT vorhanden (nur Gesamtverband Berlin registriert mit Regelbedarf-Reg-Vorhaben). Bei einer Organisation, die öffentlich gegen die AfD mobilisiert ("Brandenburg zeigt Haltung", 600 Großflächen-Plakate, 110+ Org-Bündnis),…
  3. meta: Die 4-gGmbH-Struktur + 3 Projekte + Bildungswerk-PBW + Stiftung Wohlfahrtspflege ergibt ein Holding-artiges Geflecht, in dem Andreas Kaczynski mindestens drei Funktionen gleichzeitig hält (Vorstandsvorsitzender LV e.V.
Most-Likely-Blind-Spot: Die formale Trägerschaft des Bundesprogramms "Zusammenhalt durch Teilhabe / InSchwung" liegt laut paritaet-brb.de bei der Stiftung Wohlfahrtspflege Brandenburg — nicht beim LV direkt. Diese Trennung erlaubt dem LV, ein "Bundesprogramm" zu betreiben, ohne in der LV-Bilanz die Bundesmittel zu führen (Stiftung als…